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Willkommen beim Schiessverein Full-Reuenthal
Eidgenössisches Schützenfest Chur 2026
Am Sonntagmorgen fuhren 19 Mitglieder des Schiessvereins Full-Reuenthal mit einem Kleinbus und einem PW mit Anhänger, in welchem die Schiessutensilien verstaut wurden, Richtung Chur. Nach einem Zwischenhalt in Benken, erreichte die gut gelaunte Gesellschaft kurz vor 12 Uhr den Schießplatz in Chur, noch nicht zum Wettkampf, sondern vorerst erst einmal zur obligatorischen Gewehrkontrolle. Die für die Verhältnisse kühle Halle wurde auch gleich zur Mittagsverpflegung genutzt.
Programm mit viel Geschichte
Gestärkt ging es weiter nach Laax zum Nachtquartier. Von Schlafen war noch keine Rede. Auf dem Programm stand eine Besichtigung einer historischen mechanischen Werkstätte in Schnaus. An diesem Ort hat die Familie Geschichte geschrieben. Von 1875 bis 1978 wurden hier rund 3000 „Schnauser-Pflüge“ hergestellt, ein spezieller Wendepflug, der von Tieren gezogen wurde und sich besonders für Berggebiete eignete. Der Pflug wurde sogar nach Bhutan und Bolivien verkauft. Der Urenkel des Erfinders dieses Pfluges restaurierte 1998 die stillgelegte Werkstätte. Wasserrad, Antrieb mit Transmission-Wellen, Maschinen und Werkzeuge sind alle noch im Originalzustand zu bestaunen. Nach der interessanten Führung mit vielen Informationen zur Geschichte der Werkstätte, in welcher im Obergeschoss auch Baumwolle gekardet wurde, wurde die Schützenfamilie mit Grilladen und verschiedenen Salaten und Getränken verwöhnt. Am Sonntagmorgen folgte nach dem Morgenessen der zweite kulturelle Teil, eine Führung durch die Churer Altstadt. Die Stadtführerin zeigte nicht nur die schönsten und schattigsten Plätze der Altstadt, sondern wusste auch viel über die bewegte Geschichte der Stadt zu erzählen.
Topresultate trotz Wind und Hitze
Nach kurzer Fahrt wurde der Schiessplatz Rossboden erreicht. Nun rückte der sportliche Höhepunkt der Reise näher. Auch die Temperatur erreichten mit nahezu 35 Grad ihren Höhepunkt. Für ein Gefühl der Abkühlung sorgt einzig der langsam stärker werdende Wind. Mit Blick auf den bevorstehenden Schiessanlass waren nicht alle von diesem Helfer begeistert. Wenigstens hatten sie eine glaubhafte als Begründung für ihr schlechtes Resultat. Anderen war er scheinbar behilflich. Jedenfalls waren einige von ihrem unerwartet hohen Resultat überrascht. Im Sektionsstich wurde ein Schnitt von 91,990 Punkte erreicht. Von den 19 Schiessenden erreichten 15 ein Kranzresultat. Spitzenreiter mit hervorragenden 96 Punkten war Erne Karl, gefolgt von Schön Walter mit 93 und Erne Patrick mit 92 Punkten. Über alle Stiche gesehen erzielten 3 Schützen je einen Fünffachkranz-, 5 einen Vierfach- und 5 weitere einen Dreifach-Kanz, 2 den Doppelten und weitere 3 den einfachen Kranz. Bei einem einzigen Schützen wurden alle Schüsse vom Wind aus dem Zentrum geblasen. Die detaillierten Resultate können auf der Website des Schiessvereins Full-Reuenthal www.sv-full-reuenthal.ch eingesehen werden. Sechs waren schon 1985 dabei Nach 18 Uhr fiel der letzte Schuss. Nun ging es noch ans Abrechnen und Vorbereiten für die Heimfahrt. Ohne Stau ging es zurück zu den beiden Abgangsorten Reuenthal und Full. Wie geplant trafen die von der Hitze etwas geschaffte Schützenschar kurz von 23 Uhr im Heimatdorf ein. Damit ist das Eidgenössische 2026 Geschichte. Und so, wie sich sechs Schützen noch gut an die Teilnahme am Eidgenössischen Schützenfest in Chur im Jahr 1985 erinnern, wird auch Chur 2026 mit seinen besonderen Eindrücken allen Teilnehmenden lange in Erinnerung bleiben. Ein Dank gebührt den Organisatoren Karl Erne und Janick Reifler sowie ganz besonders den beiden Chauffeuren Janick und Christoph Reifler, die uns sicher zu den verschiedenen Zielorten führten.


